UBV Steiermark Obmann, LKR Johann Ilsinger überreichte Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig im Rahmen des Steirischen Termins zur „Versorgungssicherheitstour“ einen offenen Brief des UBV Steiermark an den Minister und die Kammerpräsidenten Österreichs. Norbert Totschnig lud daraufhin den UBV zum fachlichen Meinungsaustausch zur GAP zum Gespräch ein. Seitens des Steirischen Bauernbundes gab es einen skandalösen Auftritt bei der Veranstaltung im Steiermark-Hof der LK Steiermark!

Im Rahmen der Versorgungstour von Minister Totschnig überreichte UBV Steiermark Obmann LKR Johann Ilsinger den etwas „umfangreicheren offenen Brief“ in Form einer Broschüre UBV STMK offener Brief an Minister und LK-Präsidenten (87 Downloads) an den Minister. Der Bauernbund versuchte fast mit Gewalt, diese Überreichung zu verhindern. Als sich Obmann Ilsinger im Zuge der sogar von Minister Totschnig selber angesprochenen Diskussion zu Wort melden wollte, verhinderten dies Bauernbund Funktionäre, indem man den Moderator instruierte, Ilsinger nicht zu Wort kommen zu lassen.

Die Diskussion war eine reine Farce, weil man aus dem Publikum nur einige ausgewählte Bauernbund Funktionäre zu Wort kommen ließ. Dazu gab es einige elektronische Anfragen, wo niemand weiß, ob diese echt oder gefakt waren. Die Veranstaltung in der Steiermark war eigentlich eine Farce. Bauernbund Funktionäre – an der Spitze der Steirische Bauernbund Obmann Seitinger – versuchten mit aller Macht zu verhindern, dass der UBV sich bei der Veranstaltung aktiv einbringen kann.

Obwohl die Veranstaltung als offizielle Tour erstmals am 13. Oktober per E-Mail an tausende Interessierte in ganz Österreich ergangen war, stellte sich der Bauernbund hin und meinte, dass sei seine Veranstaltung. Ministeriums Mitarbeiter leisteten diesem Verhalten zusätzlich Vorschub. Seitinger und einige seiner Funktionäre rannten wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen herum, als der UBV seinen offenen Brief auch bei der Veranstaltung allgemein bekannt machen wollte. Die vom UBV aufgelegte Unterlage – der offene Brief an Minister und Kammerpräsidenten, wurde auf den Boden geworfen, gerade dass man nicht darauf herum trampelte.

Bei der Auflage eines eigenen Informationsblatts, welches Bauernbund Direktor Tonner aufgeregt an Obmann Ilsinger überreichte, war man weniger zurückhaltend. Es gehört offensichtlich zu einer offenen, neutralen Infoveranstaltung des Agrarministeriums, dass Bauernbund Funktionäre ungeniert betonen, es sei ihre Veranstaltung und daher stehe es nur ihnen zu, dort Infomaterial aufzulegen. Einige Ministeriums Mitarbeiter waren sogar der Meinung, dass Obmann LKR Johann Ilsinger nicht in den Veranstaltungssaal dürfe!!!

Die neue GAP wird ein noch größeres Desaster als befürchtet Inhaltlich war Minister Totschnig bemüht, etwas Licht ins Dunkel der neuen GAP-Hürden und Fallen zu bringen. Es wird aber nicht besser, sondern vielfach deutlich schlimmer und ärger, als dies bisher zu befürchten war. Die UBV-Sichtweise, dass die GAP (Gemeinsame EU-Agrarpolitik) längst gescheitert ist und es dringendst neue Wege in der Agrarpolitik braucht, wurde mehr als nur bestätigt. Da mögen manche herumeiern, wollen wie sie wollen. Die Bauern kommen vom Regen in die Traufe. Der UBV hat die dringend erforderlichen Korrekturen in der GAP, damit die Bauern ökonomische Perspektive haben, mit konkreten, umsetzbaren Vorschlägen aufgelistet.

Bespitzelung, Kontrollen, Kontrollen, Auflagen, Auflagen und dafür weniger Geld
Die Bauern müssen sich auf noch deutlich mehr Kontrollen einstellen. Unter dem Stichwort Digitalisierung schafft man über den so genannten Agraratlas https://agraratlas.inspire.gv.at eine lückenlose Erfassung mit allen Eckdaten inklusive „öffentliche“ Gelder. Die Bauern werden weiter öffentlich vorgeführt, wenn es um staatliche Gelder geht. Bei jeder anderen Berufsgruppe oder Nutzung von staatlichen Geldern z.B. im Wohnbau hüllt man der Mantel des Schweigens.

Betretens Schweigen von der Politik ernteten die Teilnehmer auf die Frage, wo der Markt für z.B. Produkte aus der Schweinehaltung wäre, wo von NGOs, Politik und Medien täglich höchste Tierstandards bei der Haltung einfordert. Die Schweinehalter wollen sofort umstellen. Doch wo sei der Markt bzw. die Käufer, damit die enormen Kosten für den Stallumbau oder Neubau verdient werden können? Der sich gerne als Innovator inszenierende wie groß aufsprechende Landesrat Seitinger wusste darauf keine Antwort, wie auch auf die Frage, warum man keinen Schutz für Flächen zur Erzeugung von Lebensmitteln zustande bringe? Oder ein Verbot für den Verbau von besten Ackerböden für die Photovoltaik? Seitinger meinte kleinlaut, das gehe nicht, denn
dann würde es keine Koalition mit der SPÖ geben. So sieht also eine echte Bauernvertretung aus. Partei Interessen und die eigene Funktion stehen vor den Interessen der Bauern.