Das Trio Infernale der steirischen Bauernvertretung ist rücktrittsreif!
LR Johann Seitinger, LK-Präsident Franz Titschenbacher und Vizepräsidentin Maria Pein sollten sofort zurücktreten!
Das fordern UBV Steiermark Obmann LKR Johann Ilsinger und Stellvertreter, LKR Josef Gottlieb Wallner, beide auch Milchbauern.

Die aktuelle Entwicklung der Erzeugerpreise bei der Milch sind das jüngste Beispiel des Komplettversagens der Bauernvertretung. Die Vertreter in der Steiermark glänzen gerne beim Austragen von Trachtenanzügen und Dirndln. Wenn es jedoch um das „Eingemachte“ – sprich um die Einkommen der Bauern geht, dann sind sie nie zuständig. „Seit Jahren warnt der UBV mit ganz konkreten Fakten, dass die GAP – die gemeinsame EU-Agrarpolitik – maximal eine Sterbebegleitung für die Bauern ist“, betont Johann Ilsinger. Wir haben als einzige Bauernvertretung ein Programm für die Bauern und nicht gegen sie geschrieben.

Seitinger, Titschenbacher, Pein und Co feierten die Ergebnisse der jüngsten GAP-Verhandlungen als ultimative einzig richtigen Weg für die Land- und Forstwirtschaft. Obwohl diese GAP für Bauern einen unzumutbaren Spießrutenlauf mit mehr Auflagen, Bespitzelung und weniger Abgeltung der Leistungen bedeutet. Sie beklatschten das Ergebnis und verschärfen die Vorgaben aus Brüssel in Wien, welche die Bauernexistenzen dramatisch gefährden bis ruinieren.
Sie akzeptieren Spielregeln, die unsere Bauern massiv benachteiligen und die Existenzen rauben. Wen wunderts? Verdienen sie doch ohne Leistungen unverschämte Gagen. Sie sind also kilometerweit von den Bauernsorgen entfernt und leben in ihrer eigenen Welt.

Untaugliche Bauernvertretung
Ilsinger betont deutlich: „Diese Personen sind als Bauernvertretung untauglich und sollten daher sofort zurücktreten. Wir Bauern brauchen Lösungen und keine Ausreden oder Schuldzuweisungen an andere, wie z.B. an den Lebensmittelhandel (LEH). Der LEH tut das, was ihm die unbrauchbaren Spielregeln (aus der Sicht der Bauern) zugestehen. Die Spielregeln macht die Politik!
Die Politik, welche u.a. die drei genannten repräsentieren, versagt komplett, wenn es um Bauernanliegen sowie faire Rahmenbedingungen für die Bauern geht.
Josef Gottlieb Wallner ergänzt: „Der UBV zeigt seit Jahren – als einzige Bauernvertretung mit seinem Programm konkret auf, wo und warum die Spielregeln für die Bauern und damit auch deren die Einkommen nicht passen und legt gleichzeitig konkrete Lösungsvorschläge auf den Tisch.“ Doch anstatt sich einer ernsthaften Diskussion zu stellen, wischen LR Seitinger, Präsident Titschenbacher und Vizepräsidentin Pein – stellvertretend für viele andere – in schöner Regelmäßigkeit alle Vorschläge vom Tisch! Sie haben keine Antworten und Lösungen, sondern nur Achselzucken und: „Es sei alles nicht so schlimm, es sei eh so viel gelungen und man könne halt nichts tun!“
Österreichweit schaut man schweigend zu, wie man seit dem EU-Beitritt den Bauernstand halbierte. Von rund 220.000 Betriebe auf rund 110.000 Betriebe. „Das sei dem Strukturwandel geschuldet“!

Wie krank das von „Bauern-Vertretern“ wie Seitinger, Titschenbacher und Pein befürwortete bis gefeierte, aktuelle System der GAP – gemeinsame EU-Agrarpolitik ist, kann man gut am Beispiel Bauern-Milchpreis darstellen:

Wir hatten 1994 einen Milchpreis von rund 54 Cent, jetzt stürzt er nach einigen Monaten wieder unter 50 Cent ab. Weil die Spielregeln rund um die GAP nicht passen. Die Produktionskosten steigen, die Erzeugerpreise sinken. Das gibt es nur bei den Bauern. Bei Produktionskosten weit über 50 Cent und einem Bauernmilchpreis von unter 50 Cent sind die Milchbauern Bauern bald ruiniert. Nach mehr als 25 Jahren dazuzahlen ist die Substanz bei vielen Betrieben weg. Das juckt die inferiore Bauernvertretung nicht. A „bissl im neuen Trachten Janker jammern“, einen Schuldigen suchen – wie im beigestellten Artikel in der KRONE eben den LEH – und man geht wieder zur Tagesordnung über.

Daher fordern wir vom UBV Steiermark den sofortigen Rücktritt dieser Bauernvertretung
Sie hat bereits genug Schaden angerichtet. Lässt man sie weiter fuhrwerken, wird es am Beispiel Milch in 10 Jahren bei uns kaum mehr Milchbauern geben. Diese Politik wird auch andere Sparten brutal treffen. Die regionale Erzeugung von Lebensmittel wird ein Luxus bzw. verschwinden. Die Versorgungssicherheit ist nicht mehr gegeben. Und die Bauernexistenzen sind ruiniert. Man muss kein großer Prophet sein, dass beim Fortschreiben der aktuellen Agrarpolitik wir in 10 Jahren einen Weltmilchtag ohne Milchbauern – zumindest in Europa begehen werden.

Rückfragen:
Johann ILSINGER, +43 664 1065 065
Josef Gottlieb WALLNER, +43 660 1260 474

 

Milchpreis (39 Downloads ) Kaufkraftverlust (37 Downloads )

Die beiden Charts zeigen die Entwicklung der Erzeugermilchpreise und den Kaufkraftverlust wegen fehlender Inflationsabgeltung. Während die Produktionskosten steigen, sinken bzw. stagnieren die Bauernmilchpreise. Das ruiniert die Betriebe wirtschaftlich – die Bauern hören auf und sperren die Stalltüre zu.