Hans Kudlich Award 2026 für Hans Ilsinger
Der UBV Österreich zeichnete in diesem Herbst Hans Ilsinger für sein besonderes Engagement um die heimischen Bauern mit dem Hans Kudlich Award aus.
Diese Auszeichnung wurde vom UBV Österreich 2029 ins Leben gerufen, um Bauern, die sich ehrenamtlich für eine Verbesserung der ökonomischen Situation der Bauern sowie um deren Stellenwert in der Gesellschaft engagieren, zu würdigen. Wie vielfach oft nicht öffentlich wahrgenommen leisten die Bauern enorm viel für die Allgemeinheit – unentgeltlich. Das zeigt sich auch bei den dramatisch niedrigen Einkommen der Bauern. Gerne misst man die Bauern und ihr Vermögen an Hektarflächen, ohne konkrete Zusammenhänge wirklich zu sehen oder zu verstehen. Damit entsteht ein Zerrbild, das nicht der harten ökonomischen Realität der Bauern entspricht.
Aus der Sicht des UBV leben rund 60 % bis 80 % der Bauern nicht von dem, was sie erwirtschaften, sondern von der Substanz. Am besten sichtbar ist der Kaufkraftverlust am Beispiel von Milch. Und angesichts der dramatischen Entwicklungen bei den Erzeugerpreisen in Kombination mit der Dürre muss man davon ausgehen, dass allein von 2026 auf 2027 bis zu 30 % der Bauern die berühmte Stalltüre zusperren.
Diesen Fehlentwicklungen rund um den Bauernstand mit wirksamen neuen Ideen und Lösungen entgegenzuwirken, das war und ist eines der Hauptziele, die Hans Ilsinger dazu bewogen, den UBV Steiermark zu gründen. Auf Anhieb gelang es dem mit Leib und Seele Bauer Hans Ilsinger, dann bei der Kammerwahl in die Landeskammer der LK Steiermark einzuziehen. Bei drei Wahlen ist Hans mit dem UBV Steiermark-Team angetreten und dreimal schenkten die Bauern dem UBV das Vertrauen. Unter Hans Ilsinger wurde in der Steiermark die Forderung nach neuen Wegen in der Agrarpolitik auf den Tisch gelegt. Federführend wirkte er mit dem leider schon verstorbenen Hans Herbst und dem ganzen UBV Steiermark Team sowie auch den anderen Bundesländern mit dem Bundesvorstand mit.
Es entstand das UBV-Programm für „Neue Wege in der Agrarpolitik“.
Gemeinsam bereits mit seinem Nachfolger als Landesobmann und Spitzenkandidat LKR Rudi Gutjahr wurde dann der aktuelle Vorschlag für die komplett neue Ausrichtung der Agrarpolitik entwickelt, die der UBV Österreichweit als die Antwort und Lösung zu den kompletten Fehlentwicklungen der gemeinsamen EU-Agrarpolitik GAP auf den Tisch gelegt hat. Der UBV fordert ein „Sockelbetrag Modell“ für die Abgeltung aller – der von den Bauern erbrachten Leistungen. Dabei sollen Betriebe ab 20 Hektar 30.000 Euro erhalten, zudem gibt es darunter 1-19 Hektar sowie darüber bis 100 Hektar eine Staffelung wie Deckelung.
Wenn die Agrarpolitik von Brüssel bis Wien sich komplett dreht und nichts mehr mit dem zu tun hat, was man einst vor dem EU-Beitritt den Bauern versprochen hatte, dann muss sich diese Agrarpolitik auch komplett ändern. Es kann nicht sein, dass die Bauern mit dem „Pferde- oder Ochsenfuhrwerk“ arbeiten müssen, während die Welt rundherum oder die Mitbewerber mit allen neuesten Errungenschaften an Technik arbeiten. Konkret – dass wir hier alles verboten bekommen, was bei der Produktion an Unterstützung möglich wäre und Länder, mit welchen die EU-Handelsverträge abgeschlossen hat – wie MERCOSUR oder UKRAINE, welche die Bauernexistenzen hier ruinieren, dürfen alles tun, was hier verboten ist.









