Unabhängig sein …

… bedeutet sich mit voller Kraft und ohne parteipolitische Einflussnahme für die bäuerlichen Interessen einzusetzen. Es bedeutet Themen aufzugreifen, die für die Parteiorganisationen in der LWK oft unangenehm sind. Der vereinbarte „Burgfrieden“ der Landesregierungskoalition setzt sich auch in LWK-Vollversammlung fort, sodass sich Bauernbund und die freiheitliche Bauernschaft gegenseitig nicht wehtun wollen, was sich oft nachteilig für die Landwirtschaft auswirkt. Die Vergangenheit hat leider immer wieder gezeigt, dass sich die Parteiorganisationen vor allem der Bauernbund, ihrer Jeweiligen Parteilinie beugen müssen, und über die Interessen der Bäuerinnen und Bauern einfach drüberfahren. Bestes Beispiel ist das BB „Nein“, zur von uns längst erforderten Lebensmittelkennzeichnung, welche vor allem in Hinblick auf das offensichtlich nicht mehr aufzuhaltende Mercosur Abkommen von größter Wichtigkeit wäre. Wir werden bei diesem und vielen anderen Themen auch in Zukunft nicht lockerlassen, und bei den nächsten Vollversammlungen entsprechende Anträge einbringen, denn die fleißigen Salzburger Bäuerinnen und Bauern, die täglich auf ihren Betrieben und oft im Nebenerwerb ihr Bestes geben, haben sich eine Interessenvertretung verdient, die ihrem Namen gerecht wird.
Rupert Hollaus, UBV Salzburg