Dürre zeigt Systemversagen
Kommentar von LK-Rätin Gudrun Roitner
Die Forderung des UBV wegen der Dürre zwei SVS-Beiträge staatlich zu übernehmen, wird als Überförderung kritisiert. Dabei hat sich der Staat jahrzehntelang durch nicht indexangepasste Ausgleichszahlungen und die Konsumenten durch unfaire Erzeugerpreise Milliarden gespart, die dem gesamten Agrarsektor jetzt abgehen. Das Heil wird in einer Dürreversicherung gesehen, die
allerdings im Gegensatz zu einer Feuerversicherung bei weitem nicht den Verlust ersetzen kann. Langfristig helfen nur kostendeckende Erzeugerpreise, eine funktionierende Marktordnung
und entsprechender Importschutz, ähnlich wie z.B. bei der Auto- bzw. Stahlindustrie. So können wir Rücklagen schaffen und auch solche Extremjahre überstehen. Wir brauchen keine Almosen, keine weiteren Kredite und keine „gescheiten“ Vorschläge, wie wir produzieren sollen. Diese abgehobene Überheblichkeit mancher Fachleute und politischen Akteure ist für uns Bauern immer schwerer zu ertragen und wird den Niedergang der bäuerlichen Landwirtschaft weiter beschleunigen. Es wird höchste Zeit, Klartext zu sprechen. Wir vom UBV tun es seit Jahren.


