Kammer am Prüfstand
Kommentar von LK-Rat Dipl.-Päd. Klaus Wimmesberger
Eine unglaubliche Überheblichkeit und Abgehobenheit trat in der Wirtschaftskammer zu Tage. Unvorstellbare Gehälter und Nebenjobs wurden dort verteilt. Natürlich zeigen wir gerne auf Andere, aber auch in unserer eigenen Kammer liegt vieles im Argen. Auch hier erreicht die Spitze die einfachen Mitglieder nicht mehr. Probleme werden weggeredet, andere als Schuldige ausgemacht und die eigene Arbeit vernachlässigt. Das Kammerbudget wird nur mehr durch den Verkauf von Liegenschaften und Rücklagenauflösungen ausgeglichen. Trotzdem leisten wir uns 15 Kammerobmänner, bei nur mehr 7 Kammern. Doch statt bei sich selbst zu sparen, überlegt man, die Kammerumlage für uns Bauern wieder zu erhöhen. Wo bleibt hier die Selbstreflexion? Uns Bäuerinnen und Bauern bleibt nur, uns selbst um unsere Anliegen zu kümmern. Wann wacht unsere Kammerführung endlich auf und unterstützt uns im Kampf gegen Mercosur, kämpft für eine allumfassende Herkunftskennzeichnung, beginnt mit dem Bürokratieabbau und lässt uns Bauern wieder Bauern sein. Die Hoffnung stirbt zuletzt.



