In Niederösterreich findet am 1. März die Landwirtschaftskammerwahl statt. Wie sich die Vollversammlung für die nächste Periode zusammensetzt, haben die Wähler, also die Landwirte und Grundbesitzer in der Hand. Also auf zur Wahl und vom Wahlrecht Gebrauch machen!

Wir engagieren uns, weil wir mitgestalten wollen!
Es braucht neue Wege in der Agrarpolitik:
Landwirtschaft neu denken und gestalten = ökosozial leben!

Wäre die Welt der Land- und Forstwirte in Ordnung, dann würde es den UBV nicht geben. Würden die Einnahmen und damit die Einkommen passen, dann würde es keinen UBV geben. Damit wir sagen können, wo es brennt oder druckt sind wir mit keiner politischen Partei verbandelt. Wir wollen mit allen reden können. Wir wollen, dass man der Land- und Forstwirtschaft generell wieder jenen Stellenwert gibt, den sie verdient hat. Derzeit nimmt niemand die Bauern und deren Sorgen wirklich ernst. Von Lippenbekenntnissen kann kein Land- und Forstwirt leben. Es
stimmt nicht, dass man nichts ändern kann. Dazu braucht es aber ein paar wichtige Eigenschaften:
1. Man muss es ändern wollen.
2. Man muss zur Wahl gehen und neue Wege wählen.
3. Man darf sich dazu nicht fürchten oder von Parteien bzw. deren Vertretern nicht einschüchtern lassen!
4. Wenn man also die Punkte 1 bis 3 ernst nimmt, dann wird sich etwas ändern!
Nur ein starker UBV schafft die Möglichkeit, für die Land- und Forstwirte etwas zu ändern.

Was wollen wir vom UBV konkret ändern?
• Spielregeln und Rahmenbedingungen, damit wir wirtschaftliche Chancen haben.
• Zum Beispiel den Stopp des freien Warenverkehrs bei Lebensmitteln ohne Kontrolle, das gilt auch für Holz.
• Eine klare, unverwechselbare Produkt-Herkunft-Kennzeichnung im Lebensmittelhandel wie in der Gastronomie.
• Verpackung durch die Produzenten – wie dies z.B. jeder Schubfabrikant oder Kleidungshersteller macht.
• Maximal 100 % Preisaufschlag bei Lebensmitteln im Lebensmittelhandel.
• Verbot des Importes von Produkten aus Ländern, wofür Urwald gerodet wurde. Das gilt für Soja, Palmöl und Kokos, aber auch für andere Erzeugnisse aus diesen Ländern.
• Keine Handelsverträge mehr auf Kosten der Land- und Forstwirtschaft. Wir lehnen MERCOSUR oder ähnliche Verträge ab, wie z.B. die Soja- und Rindfleischverträge mit den USA.
• Beim Lebensmitteleinkauf in Krankenanstalten, Alten- und Pflegeheimen oder Kasernen die verpflichtende Verwendung von AMA-Gütesiegel-Produkten bei Fleisch, Milch, Brot & Gebäck, Eiern, Obst und Gemüse.
• Nur mehr einen Mehrfachantrag je Periode – es geht, wenn man will.
• Eine echte Leistungsabgeltung für jeden Hektar Kulturland, den die Bauern bisher gratis bereit stellen.
• Eine CO2-Prämie für die CO2-Bindung durch die Bewirtschaftung von landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Flächen.
• Eine Korrektur der Steuererhöhung für die Bauern durch die erfolgte Einheitswerterhöhung.
• Ein Ende der Registrierkassen.