UBV - Österreichischer Unabhängiger Bauernverband
Im Interesse der aktiven Bäuerinnen und Bauern
21.5.2013
Neue Führung im Landesverband Stiermark
Die Vorstandsmitglieder bei der Gründungsversammlung
v.l.n.r Obmannstv. Kammerhofer, Obmann Illsinger
Unabhängier Bauernverband Steiermark
Obmann: Ilsinger Johann
Erlsberg 14
8953 Donnersbach
Mobil : 0664 1065065
Bergbauer, Raiffeisenfunktionär und Molkereivorstand Stainach und ehemaliger ÖVP Gemeinderat
Obmann Stv: Kammerhofer Herbert
Feistring 38
8623 Aflenz
Mobil:0676 4947608
Am Donnerstag, den 9. Dezember,
fand im Gasthof
Hirschenwirt in Irdning die
Gründungsversammlung des
unabhängigen Bauernverbandes
für den Bezirk Liezen statt.
Dieser wurde für die Steiermark
schon Mitte September als „Wir
Unabhängige Bauern“ (UBVWIR)
gegründet. Um bei den
Landeskammerwahlen antreten
zu können, müsse man in
allen Bezirken vertreten sein.
Landesobmann Johann Ilsinger
stellte die Ziele der österreich-
Freie Bauernschaft
weit organisierten Organisation
dar: Verbesserung der gesellschaftlichen,
sozialen und wirtschaftlichen
Situation der bäuerlichen
Bevölkerung, die Wahrung
bäuerlicher Interessen sowie
die Erhaltung und Schaffung
neuer bäuerlicher Arbeitsplätze
in Voll-, Zu- und Nebenerwerbsbetrieben
und die Sicherung
der Lebensgrundlagen
durch nachhaltige Bodenbewirtschaftung.
Dies könne u. a.
mit fairen Erzeugerpreisen erreicht
werden. AMW
Livemitschnitt der Podiumsdiskussion in Sinabelkirchen
Am Freitag dem 1. März 2013 fand in Sinabelkirchen eine sehr interessante Podiumsdiskussion zu folgenden Themen statt:
- Beibehaltung der Pauschalierung in bisheriger Form?
Förderung des betriebseigenen Arbeitsplatzes in der Landwirtschaft?
Wie kompensiert man die verringerten Ausgleichszahlungen?
Agrardieselvergütung für die Landwirtschaft?
Erleichterungen für Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft?
Kontrolle und Transparenz bei Gesetzesänderungen?
Anzusehen unter: www.kindler.tv/archive
Antrag an die Vollversammlung der steirischen Landwirtschaftskammer im Dezember 2011
Die aktuellen Kürzungen sowie zu erwartenden
weitere Verringerungen der Bundes und Landesmittel stellen uns als
Interessensvertretung der steirischen Landwirtschaft vor große
Herausforderungen.
Es gilt unser hohes Niveau an Dienstleistungen
für die Bäuerinnen und Bauern der Steiermark bei gleichzeitig sinkenden Mitteln
aufrecht zu erhalten.
Die große Herausforderung wird sein durch Beratung
und Unterstützung trotz sinkender Ausgleichzahlungen eine Beschleunigung des
„Bauernsterbens“ zu verhindern.
Um diesen Herausforderungen bei sinkenden Mitteln
gerecht werden zu können bedarf es einer Reform unserer Arbeit und einer Reform
unserer Strukturen.
Es bedarf einer Besinnung auf unsere Pflicht
und Kernaufgaben.
Hierzu schlagen wir vor ein Reformkonvent
einzurichten. In diesem sollen sowohl Bäuerinnen und Bauern sowie
Kammerangestellte, Funktionäre auch aus den Bezirkskammer, Vertreter der
Verbände sowie alle in der Kammer vertretenen Fraktionen vertreten sein.
Zusätzlich sind Experten und Expertinnen aus der z.B. Landesverwaltung einzubinden.
Somit beantragen wir:
Die
Vollversammlung beauftragt das Präsidium mit der Erarbeitung eines
Reformkonvent- Vorschlages.
Dieser soll in der kommenden Vollversammlung 2012
vorgestellt und diskutiert werden.
Eingebrachte Anträge in die Kammervollversammlung Steiermark im April 2011
Die Bereitstellung von erneuerbarer Energie als Ersatz von Atom und Fossilenergie ist eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung unserer Zeit.
Daraus ergeben sich große Chancen für uns Bern, die genutz werden müssen. Durch Biomasse, Solarenergie und Kleinwasserkraft entstehen neue Einkommen für die Landwirtschaft
Daher stellen wir folgenden Antrag:
Kostenlose Information und Beratung der Kammermitglieder über:
- Die bestehenden technischen Möglichkeiten für Biomasse, Solar und Kleinwasserkraft
- Grobe Einschätzung über Baukosten, Leistung, Wirkungsgrad und Standort
- Informationen über Anlagenanbieter, Netzbetreiber, Behördenwege und Förderungen
Als Zusatzleistung stellen wir zur Abstimmung:
Die Vollversammlung beauftragt das Präsidium bei der steirischen Landesregierung über zusätzlliche Fördermittel für den Ausbau er derneuerbaren Energie im Rahmen der Landwirtschaft zu verhandeln.
Auch im Rahmen der LKÖ wir auf Verhandlungen mit der Bundesregierung in dieser Sache gedrängt.
Die Unterzeichnenden:
Eingebrachte Anträge an die Kammervollversammlung Steiermark im April 2011
Antrag an die Kammer Vollversammlung
Ich, Thomas Waitz Kammerrat der Liste UBV/WIR stelle folgenden Antrag zur Abstimmung in der Vollversammlung der Landwirtschaftskammer Steiermark:
Die Vollversammlung möge beschließen:
Ziel der Aktivitäten der Kammer für die Anbausaison 2012 ist es eine Fruchtfolgeregelung für Mais zu erwirken. Diese soll als Ziel den verpflichtenden Fruchtwechsel nach zwei mal Maisbau auf ein und derselben Fläche haben. Die Kammer soll in der Beratung der Landwirte und Landwirtinnen diese Position kommunizieren und über Alternativen zur dauerhaften Maismonokultur informieren. Die Kammer soll gegenüber dem Landtag und den zuständigen Behörden für eine derartige Fruchtfolge einsetzen.
Begründung:
- Die durch den Vormarsch des Maiswurzelbohrers notwendig gewordene Maisbeizung beeinträchtigt in großem Maß die Imkerei, Bienenausfälle sind die Folge.
- Durch die Ausfälle von Bienenvölkern aber auch durch die Abwanderung von Imkern aus Maisbauregionen verringert sich die Zahl der für verschiedenste Befruchtungsvorgänge notwendigen Bienenzahlen weiter dramatisch, so dass die Befruchtung von vielen landwirtschaftlichen Kulturen negativ beeinträchtigt ist.
- Der Schaden an den Bienen erschwert unseren Berufskollegen der Imker das Wirtschaften weshalb eine Interessensabgleich notwendig wird.
- Die Fruchtfolge hat positive Auswirkungen auf die Bodengesundheit und Fruchtbarkeit. Die Fruchtfolge sorgt für Diversifizierung der steirischen Landwirtschaft und dient in diesem Sinne auch der Stabilität der steirischen Landwirtschaft. Die Fruchtfolge verringert die negativen Auswirkungen der Landwirtschaft auf das Grundwasser sowie das Landschaftsbild.
- Die gesellschaftliche Akzeptanz der Landwirtschaft wird durch einen vernünftigen Einsatz von Chemikalien verbessert.
- Die Bekämpfung des Maiswurzelbohrers kann ohne bzw. mit weit weniger Einsatz von Chemie erfolgreich weitergeführt werden.
- Die sonstigen negativen Auswirkungen auf die Umwelt ( z.B. Nützlinge) kann minimiert werden.
Bezug nehmend auf die im Kammergesetz festgeschriebene Verpflichtung der Kammer ökologisch vorzugehen und Angesichts der im Fall des Maiswurzelbohrers bestehende Möglichkeit der Fruchtfolge als ökologisch machbare Bekämpfungs- und Eindämmungsstrategie gegen den Maiswurzelbohrer fordere ich die Vollversammlung auf ihrer gesetzlichen Verpflichtung nachzukommen und diesem Antrag zustimmen.
Eingebrachte Anträge an die Kammervollversammlung Steiermark im April 2011
Antrag an die Vollversammlung
Nachdem die größte Enteignungsaktion in der zweiten Republik, nämlich die Ausweisung des Europaschutzgebietes Niedere Tauern von der Landesregierung verordnet ist, fühlen sich die Grundbesitzer mit Recht von der Interessensvertretung vergessen und im Stich gelassen und den Experten der Naturschutzabteilung hilflos ausgesetzt.
Daher soll die Kammer bei der Naturschutzbehörde bewirken:
- Sofortige Information über Maßnahmen und Auswirkungen in den ausgewiesenen Gebieten
- Dass keine Begehungen und Beurteilungen der Flächen ohne Wissen des Grundbesitzers durchgeführt werden.
- Dass wirtschaftliche Erschwernisse Auflagen – Verbote und Einschränkungen abgegolten werden.
- Dass die Politik garantiert dass Einschränkungen und Belastungen nicht ins Grundbuch kommen.
- Dass die Hilfestellung bei der Erstellung der Mangagementpläne die Grundbesitzer von der Kammer mit einem Juristen und Biologen unterstützt werden.
Wir hoffen auf eine Zustimmung im Interesse der betroffenen Bauern!
Bauernrebellen im Bezirk
Auch im Bezirk wurde nun der Unabhängige Bauernverband (UBV) gegründet. Obmann Johann Ilsinger wird demnächst offiziell aus dem ÖVP-Bauernbund ausgeschlossen.
Foto © PrivatGründerversammlung des Unabhängigen Bauernverbandes: Georg Maier (links) und Johann Ilsinger (2. v. rechts)
Auf Landesebene gibt es sie schon länger, nun wurde auch im Bezirk die Gründungsversammlung abgehalten: Der Unabhängige Bauernverband (UBV) hat sich im Bezirk konstituiert. Das ist nicht zuletzt notwendig, um bei der Landeskammerwahl Ende Jänner in der Steiermark antreten zu können. Der Obmann des Bezirkes, Johann Ilsinger aus Donnersbach, ist gleichzeitig auch Landesobmann und Spitzenkandidat. Erklärtes Ziel der neuen Gruppe ist unter anderem, die Übermacht-Stellung des ÖVP-Bauernbundes bei der Wahl zu dezimieren.
Ein nicht unwesentliches Detail: Ilsinger kommt ursprünglich selbst aus dem Bauernbund, offiziell ist er auch immer noch dort gelistet. "Aber nicht mehr lange", erklärt Hans Resch, steirischer Bauernbund-Vize. "Wir bereiten das Ausschlussverfahren bereits vor. Es kann nicht sein, dass jemand bei uns ist und parteischädigendes Verhalten an den Tag legt, indem er woanders kandidiert." Resch schlägt auch erste Wahlkampftöne an: "Man soll sich anschauen, wer 365 Tage im Jahr die Bauern vertritt und nicht nur vor der Wahl eine heile Welt verspricht."
Keine heile Welt
Die gibt es aus Sicht des UBV ohnehin nicht mehr. "Vor dem EU-Beitritt hat der Milchpreis rund 50 Cent betragen, heute liegen wir bei 35 Cent, obwohl die Bauernvertreter versprochen haben, dass alle Mindererlöse durch Ausgleichszahlungen aufgefangen werden", so Georg Maier aus Altirdning. Er ist einer der Initiatoren des Bauernverbandes und Obmann-Stellvertreter im Bezirk. Viele Mitglieder des neuen Verbandes rekrutieren sich übrigens aus den Bauern-Rebellen der IG Milch. "Das ist aber nicht dasselbe, wir sind eine überparteiliche Gruppierung", so Maier.
Neue Liste kandidiert
In der Bauernschaft gärt es: Der Frust über überbordende Bürokratie und existenzbedrohende Fleisch- , Milch- , Getreide- und Obstpreise wächst von Jahr zu Jahr, Heimathafen finden in der Kammer längst nicht mehr alle Mitglieder.
"Faire Preise statt Förderalmosen"
Für ein paar Mutige Grund genug, das Ruder nun selbst in die Hand zu nehmen: "Wir sind keine streitlustigen Querulanten, wir sehen uns vielmehr als Notwehrgemeinschaft", sagt Hans Ilsinger vom steirischen UBV (Unabhängiger Bauernverbund). Der Donnersbacher hat klare Vorstellungen, wie man seiner Zunft das Leben erleichtern könnte: "Faire Preise statt Förderalmosen, Bürokratieabbau statt zusätzlicher Schikanen, Mengensteuerung statt Überschüsse!"
In Salzburg schafften die Rebellen aus dem Stand sensationelle 21 Prozent. Wie viele der Stimmen man dem übermächtigen Bauernbund (er hält 35 von 39 Mandaten) am 30. Jänner in der Steiermark abgraben will? "Alles über zehn Prozent wäre ein Erfolg", meint Ilsinger.
von Barbara Winkler, "Steirerkrone"

Kleine Zeitung
2. Nov. 2010
Keine Winterruhe bei den Bauern
Die "Rebellen" vom Unabhängigen Bauernverband fordern den ÖVP-Bauernbund bei der Kammerwahl Ende Jänner heraus.
Foto © ScheriauKammerpräsident Wlodkowski (Bild) verteidigt 81,6 Prozent, ?Rebell“ Ilsinger hofft auf Überraschungseffekt, Kandidat Schellnegger sondiert noch
Von Winterruhe kann diesmal in der steirischen Bauernschaft keine Rede sein. Drei Monate vor den Wahlen in der Landwirtschaftskammer (LK) bringen sich wieder drei Herausforderer in Stellung, die die Macht des von Kammerpräsident Gerhard Wlodkowski geführten ÖVP-Bauernbundes (BB) zurechtstutzen wollen. Der hat dort mit mehr als 80 Stimmprozenten und 35 von 39 Mandaten das Sagen. Diesmal scheint die Chance ziemlich gut zu sein, dass die Bauernbündler erstmals wirklich eine Schlappe erleiden. Denn der Frust vieler Landwirte wegen schlechter Milch-, Fleisch-, Mais- und Obstpreise könnte mit der Kandidatur des neuen Unabhängigen Bauernverbandes (UBV) ein Ventil finden. "Leicht wird es nicht", seufzt schon jetzt Bauernbund-Wahlkampfleiter Franz Tonner.
Der UBV hat sich erst vor wenigen Wochen konstituiert – die Kleine Zeitung berichtete exklusiv – und wird am Donnerstag alle Details besprechen, bestätigte Obmann Johann Ilsinger, Bauer in Donnersbach. Ilsinger kommt aus der ÖVP und dem Bauernbund, teilt aber den Frust vieler Milchbauern, die vor einigen Jahren in den "Rebellen" der IG-Milch ein Ventil für ihren Ärger mit der Standesvertretung und der Agrarpolitik fanden. In Salzburg und Oberösterreich fügte der UBV dem Bauernbund bei Kammerwahlen schon empfindliche Schlappen zu. In beiden Bundesländern büßten die schwarzen Kammerherren bei den LK-Wahlen und sieben bis zehn Prozentpunkte ein. Allerdings: Wirklich schwach wurde der Bauernbund dort mit 72 und 68 Prozent auch nicht. Der UBV erreichte in Oberösterreich 8,6 und in Salzburg sensationelle 21 Prozent. Das ist ein Szenario, das sich auch Ilsinger und sein Stellvertreter Herbert Kammerhofer für die Steiermark wünschen.
Unangenehm könnte das Antreten der "Rebellen" vom UBV nicht nur für den Bauernbund, sondern auch für die Agrarfraktionen von SPÖ und FPÖ werden. Die von Monika Kaufmann angeführten SPÖ-Bauern müssen um ihr 2006 erobertes viertes Kammermandat bangen. Da kann es nicht verwundern, dass Kaufmann, die als Landtagsabgeordnete und als Bundesvorsitzende der roten Landwirte schon ausgelastet ist, noch keinem Spitzenkandidaten für die steirische Kammerwahl am 30. Jänner 2011 vorweisen kann.
Zwar hat die Freiheitliche Bauernschaft in Johann Höden aus St. Peter ob Judenburg einen Obmann und wahrscheinlichen Spitzenkandidaten, ganz wohl dürfte ihr bei der gegebenen Ausgangslage aber nicht sein. Der Wiedereinzug in das Bauernparlament der Kammer – 2006 war man hinausgeflogen – wird durch das Antreten der UBV-Rebellen nicht erleichtert. Zudem ist die Rolle von Andreas Schellnegger noch unklar. Der frühere FP-Kammerrat in der Bauernvertretung war schon 2006 mit einer eigenen Liste – allerdings erfolglos – angetreten und hatte wohl maßgeblich das Ausscheiden der FPÖ-Bauern verursacht. Ob er jetzt in den Schoß der blauen Landwirte zurückkehrt, beim UBV anheuert oder wieder eigene Wege gehen wird, ist noch völlig offen.
Unabhängiger Bauernverband Steiermark















