Klare Fronten schaffte der UBV Niederösterreich für die nächste Landwirtschaftskammerwahl in NÖ. Der neue Obmann und Spitzenkandidat Herbert Hochwallner stellte mit seinem Führungsteam klar, dass der UBV bei der nächsten Kammerwahl mit niemandem ein Wahlbündnis machen wird. Der Wunsch der Freiheitlichen Bauern nach einer Fortsetzung wurde deutlich abgelehnt.

Der UBV tritt damit auf Bezirks- wie auf Landesebene bei der Kammerwahl 2020 als eigene wahlwerbende Gruppe an. Die Kooperation mit einer parteipolitischen Bewegung funktionierte in der Vergangenheit nicht und wird als Fehler eingestuft. Als Unabhängiger Bauernverband spricht man jene Themen konkret an, die für die Land- & Forstwirtschaft wichtig sind. Man ist an kein Parteisekretariat gebunden und kann so konkret alle Probleme ansprechen, die dringend zu korrigieren sind. Das parteipolitische Taktieren ist für die Land- & Forstwirtschaft tödlich, „das sei nicht der Weg des UBV“, machte Hochwallner deutlich. Der UBV ist mit seinen konkreten Vorstellungen zur Bauernzukunft für Hochwallner die einzige echte, ernsthafte Alternative zum Bauernbund.

„Die Situation der Land- & Forstwirtschaft ist aktuell äußerst dramatisch“ betonte Herbert Hochwallner im Zuge der kürzlich abgehaltenen Generalversammlung des UBV Niederösterreich. Auf der „Habenseite“ gibt es nichts anzuschreiben, außer den Fleiß und den täglichen harten Einsatz der Bauern. Dem gegenüber stehen ständig steigende Auflagen, ständig sinkende Einnahmen und damit ein Desaster beim wirtschaftlichen Ergebnis der Land- & Forstwirtschaft. „Der offiziellen Politik scheint dieser Umstand nicht wirklich zu stören“, betont Hochwallner weiter. „Wir haben dazu ein konkretes Programm mit konkreten Vorstellungen, wie man die Spielregeln in der Zukunft haben will“, so Hochwallner deutlich.

„Wenn man die Wahlprogramme der politischen Parteien zu den Wahlen 2019 durchliest, dann gibt es zur Land- & Forstwirtschaft nicht einmal mehr Lippenbekenntnisse. Dafür wird eine Verordnung durch das Land NÖ verfasst, die den Gemeinden verbietet, dass man die Wählerverzeichnisse elektronisch als Excel Dateien verschickt. Das ist ein Treppenwitz der Sonderklasse im Zeitalter der Digitalisierung. Offensichtlich hat man es sich im Bauernbund gerichtet und will allen anderen wahlwerbenden Parteien zur LK Wahl Hürden aufstellen! Ein Armutszeugnis der Sonderklasse jener an der Macht, die so diese missbrauchen. Es ist Zeit, dass man sie aus ihren Funktionen wählt“, erklärt Landesobmann Hochwallner.

Dabei braucht die Land- & Forstwirtschaft dringend 2-bis 3-Mal höhere Einnahmen als dies derzeit der Fall ist, damit sie wirtschaftlich eine Zukunft hat. Die inhaltlichen Schwerpunkte sind u.a. in der Unterlage des UBV „Landwirtschaft neu denken & handeln = ökosozial leben – Es braucht neue Wege für die Agrarpolitik“ Landwirtschaft neu denken und handeln (53 Downloads) zusammengefasst. Die aktuellen, vielen Bauerndemonstrationen in der EU zeigen deutlich auf, dass die EU Agrarpolitik komplett gescheitert ist.